HPU – erster Befund nach 30 Jahren

Für Sarah kam die Diagnose HPU überraschend. Zudem hatte der Fragebogen auf der Webseite des testenden Instituts ergeben, dass Sarah wahrscheinlich keine HPU hat (sie hatte 7 von 14 möglichen Punkten). Angeblich typische HPU-Merkmale wie Übergewicht oder dünnes Haar trafen auf sie nicht zu. Und dennoch war der Test stark positiv ausgefallen.

Überraschend war das Ergebnis des Tests für Sarah auch deshalb, weil es zum ersten Mal in ihrer langjährigen Ärzteodyssee überhaupt einen Befund bzw. einen Anhaltspunkt für ihre Beschwerden gab.

HPU war allerdings nicht die einzige Diagnose, die Sarah von ihrem Arzt erhielt. Er hatte zeitgleich zum HPU-Test aufgrund ihrer Beschwerden:

  • einen Nahrungsmittel-Unverträglichkeitstest,
  • eine Mineralstoffanalyse im Blut,
  • einen Histamintest im Blut durchführen, sowie
  • die Schilddrüse (in einem Spezialzentrum für Schilddrüsenerkrankungen)
  • und die Parameter eines Leaky Guts im Stuhl untersuchen lassen.

Sarah fühlte sich wie erschlagen von all den Befunden, mit denen sie nach so vielen Jahren der Ratlosigkeit plötzlich konfrontiert war. Auf der einen Seite war sie froh, endlich Anhaltspunkte für ihre Beschwerden erhalten zu haben. Andererseits spürte sie auch ein Gefühl der Überforderung.

Jahrelang hatte ihr ein Arzt nach dem anderen gesagt: „Ich kann keine Ursache für Deine Beschwerden finden. Sie müssen psychisch bedingt sein.“ Am Ende hatte sie das sogar selbst geglaubt. Und auf einmal ließen sich so viele Dinge in handfeste Werte fassen – unglaublich!

Schon nach kurzer Zeit war Sarah klar: HPU ist kein Schicksal, sondern eine Chance! Zunächst deckte sie sich mit der überschaubaren Literatur über HPU ein.

Besonders hilfreich waren für sie die Bücher:

und   und  

Zu lesen: „HPU ist nicht heilbar, aber sehr gut zu behandeln“ stimmte Sarah zuversichtlich.

In den nächsten Tagen und Wochen trafen die unterschiedlichen Untersuchungsergebnisse ein, die Sarah mit ihrem Arzt besprach.