HPU in der Schulmedizin

Viele HPUler durchlaufen zunächst eine Ärzteodyssee

Viele HPU-Betroffene durchlaufen vor ihrer Diagnose eine Ärzteodyssee mit unbefriedigendem Therapieerfolg. In Selbsthilfegruppen berichten sie von dem Gefühl des „sich nicht ernst genommen Fühlens“, des Abschiebens der Symptome auf die Psyche („wir können körperlich nichts finden, Ihre Problematik muss psychisch bedingt sein“) oder der reinen Symptombehandlung (Schmerztabletten bei chronischen Kopf-, Gelenk-, Muskel- oder Bauchschmerzen).

Ist die HPU hingegen diagnostiziert, geht es den Betroffenen meist nach wenigen Monaten bedeutend besser. Warum hat die HPU bisher noch nicht den Weg in die klassische Schulmedizin gefunden? Um das zu erklären, hilft ein Blick in die Vergangenheit.

KPU (Kryptopyrrolurie) seit den 1960ern bekannt

KPU (Kryptopyrrolurie) ist der HPU sehr ähnlich. Auch die KPU erzeugt einen Mangel an Vitamin B6, Zink und Mangan im Körper. Im Gegensatz zur HPU kann eine KPU auch durch eine Toxinbelastung entstehen.

In den 1960er Jahren wurde KPU im Bereich der psychiatrischen Forschung in den USA von Ärztennicht von Heilpraktikern – entdeckt. In Europa hat die orthomolekulare Medizin nach wie vor keinen Stellenwert in der Schulmedizin.

Dr. med. Joachim Strienz, Facharzt für Innere Medizin in Stuttgart, war zunächst selbst skeptisch, als ihn Patienten auf die Stoffwechselstörung aufmerksam machten. In seiner Praxis hatte er zahlreiche Patienten mit einer Schilddrüsen-Unterfunktion behandelt. Doch einige spürten trotz einer gut eingestellten Thyroxin-Therapie keine Besserung ihrer Symptome.

Wie kann es sein, dass etwa jede 10. Frau und jeder 100. Mann an einer Stoffwechselstörung leidet, die während des Medizinstudiums in keiner einzigen Vorlesung Erwähnung findet?

Skepsis nach guten Erfahrungen abgelegt

Nachdem der Arzt erste KPU-Patienten erfolgreich behandelt hatte, befasste er sich intensiver mit der Stoffwechselstörung. Seine Erklärung, warum die Stoffwechselstörung in keinem medizinischen Lehrbuch zu findet ist, beschreibt er in seinem Buch „Leben mit KPU“ folgendermaßen:

„Moderne Medizin ist eine Sache der Industrie geworden. Sie gibt die Richtung vor und entscheidet, was wichtig ist. Das oberste Prinzip einer Industrie ist aber der finanzielle Erfolg. Ein weiterer wichtiger Punkt für eine Vermarktung sind Patente. Zink, Vitamin B6 und Mangan sind billig zu bekommen. Ein Patent auf Naturstoffe gibt es nirgendwo.“

Dr. Joachim Strienz, Vorwort zur 6. Auflage von „Leben mit KPU“, Zuckschwerdt Verlag, 2017

Die Ignoranz der Schulmedizin gegenüber der vor allem bei chronisch Kranken weit verbreiteten Stoffwechselstörung KPU/HPU führe zu Parallelwelten: Einerseits den Universitäten, Krankenkassen, Rententrägern, Ärztekammern und der Industrie – und den Alternativbereichen auf der anderen Seite.

Im folgenden Video erklärt Dr. med. Patrick Assheuer, Facharzt für Innere Medizin in Berlin, wie seine Kollegen mit der Stoffwechselstörung HPU umgehen:

Den Dialog zwischen beiden Seiten zu fördern – zum Wohl der Betroffenen – ist eines der Ziele von HPU and You.

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