Trinkwasser-Filter

Wer sich mit der Entgiftungsstörung mit dem unaussprechlichen Namen Hämopyrrollaktamurie (daher kurz: HPU) beschäftigt, merkt recht schnell: Es geht nicht nur darum, das körpereigene Entgiftungssystem wieder auf Vordermann zu bringen, sondern auch darum, den Körper möglichst wenig mit Toxinen zu belasten. Da das Trinkwasser dabei eine wichtige Rolle spielt, habe ich mich zunächst gefragt, was eigentlich aus deutschen Wasserhähnen so fließt.

Auf den Seiten der Verbraucherzentrale fand ich Aussagen wie:

“Das Leitungswasser in Deutschland ist von flächendeckend guter Qualität und kann bedenkenlos getrunken werden.”

Und:

“In einigen Trinkwässern können durch die breite Verteilung und massenhafte Nutzung von Medikamenten und Pestiziden geringste Spuren einzelner Schadstoffe im Wasser gemessen werden, die weit unterhalb der erlaubten Grenzwerten liegen und selbst bei täglichem Konsum unbedenklich sind.”

(https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wasser/sind-pestizide-und-medikamente-im-leitungswasser-34837, Artikel vom 08.01.24)

Jede Menge bedenkliche Stoffe im Trinkwasser

Dann stieß ich auf einen Beitrag aus dem Ärzteblatt aus dem Jahr 2018. Darin heißt es:

“Arzneimittel und Mikroschadstoffe belasten das Trinkwasser und damit potenziell die Gesundheit der Bevölkerung. Nun plädiert das Umweltbundesamt für eine 4. Reinigungsstufe in den Kläranlagen. Gleichzeitig arbeiten zahlreiche Institute an neuen Eliminationsverfahren.”

(https://www.aerzteblatt.de/archiv/198237/Arzneimittelrueckstaende-im-Wasser-Vermeidung-und-Elimination)

Offenbar ist unser Trinkwasser schon mit bedenklichen Mengen an Arzneimitteln und anderen Schadstoffen belastet, die unsere Kläranlagen aber bisher nicht aus dem Wasser eliminieren können. Im Artikel heißt es weiter:

“Der Jahresverbrauch an Human-Arzneimitteln wird in Deutschland auf 30.000 t geschätzt und umfasst 300 Wirkstoffe. Rund 100 von ihnen gelten als ungefährlich, da sie zu den Elektrolyten, Peptiden, Vitaminen u. Ä. gehören und somit von einer Umweltbewertung ausgeschlossen sind. Immerhin bleiben 200 Humanarzneimittelwirkstoffe aus einem Jahresverbrauch von circa 8.100 t übrig, die umweltrelevant und potenziell gesundheitsschädlich sind. Neben dem „Blockbuster“ Diclofenac zählen zu den weltweit meist verbreiteten Wirkstoffen das Antiepileptikum Carbamazepin, das Schmerzmittel Ibuprofen, das Pillenhormon Ethinylestradiol sowie das Antibiotikum Sulfamethoxazol.”

Puh, das will ich nicht mittrinken! Doch wie bekommt man diese Stoffe aus dem Wasser heraus?

Aktivkohlefilter eignen sich zum Entfernen von Medikamenten und Pestiziden

Im Artikel wird das folgendermaßen beschrieben:

“Über die zusätzliche Oxidation mit Ozon und/oder der Adsorption an Aktivkohlefilter könnten Chemikalien effizient aus dem Abwasser eliminiert werden. Das sei dringend nötig, denn eine Vielzahl von Stoffen habe langfristige Auswirkungen auf die Umwelt.”

Meine Auswahlkriterien für einen guten Wasserfilter

Der Markt an Wasserfilter-Herstellern in groß und unübersichtlich. Als ich nach einem guten Wasserfilter suchte, waren mir vor allem folgende Kriterien wichtig. Der Filter sollte:

  • auf Aktivkohlebasis funktionieren, damit alle Arzneimittelrückstände herausgefiltert werden,
  • Mineralien im Wasser belassen,
  • eine zertifizierte Filterleistung haben (denn versprechen kann man ja viel),
  • nachweislich frei von chemischen Zusätzen sein,
  • aus einem erneuerbaren Rohstoff hergestellt sein (ich will ja nicht mich vor Schadstoffen schützen und dabei der Umwelt schaden),
  • nicht zukeimen und
  • einen annehmbaren Preis haben.

Bei meiner Recherche hat mich das Hamburger Unternehmen “The Local Water” überzeugt. Die beiden Gründer legen sehr viel Wert auf Qualität und auf die belegte Filterleistung. Denn behaupten kann man ja viel.

Umkehrosmose-Filteranlage?

Eine Umkehrosmose-Anlage kann extrem viele Stoffe aus dem Wasser filtern. Dazu zählen z.B. auch Chlor, PFAS, Nitrite, Nitrate, Sulfate, Phosphate und Arsen. Im Grunde lässt eine Osmose-Anlage nur Wassermoleküle den Filter passieren. Da am Ende des Filterprozesses auch keine Mineralstoffe mehr im Wasser vorhanden sind, kann man das Wasser (wenn man das möchte) auch wieder remineralisieren – oder seine Mineralstoffe einfach über eine ausgewogene Ernährung aufnehmen.

Anlagen gibt es viele auf dem Markt. Wichtig ist, dass jemand mit KnowHow die Membran entworfen hat. Außerdem sollten alle Teile einer Osmoseanlage frei von Weichmachern sein, denn sonst wird das so gründlich gereinigte Wasser ja direkt wieder kontaminiert. Das Hamburger Unternehmen The Local Water fertigt seine Wasserfilter in Kleinserien und mit viel Handarbeit in Manufakturen in Deutschland, nicht wie so viele andere in Fernost.

Der perfekter Wasserfilter?

Ich glaube, DEN perfekten Wasserfilter gibt es nicht. Jeder muss für sich entscheiden, welches Filtersystem zu seinen Bedürfnissen passt. Eine Umkehrosmoseanlage bringt die allerhöchste Filterleistung und lässt quasi nur reines H2O zurück. Das hat allerdings seinen Preis (Geräte bekommt man bei The Local Water ab 1.200,- Euro).

Für Menschen, die erstmal nicht so viel Geld investieren möchten, haben sie zunächst einen Filter erschaffen:

  • der auf Aktivkohle aus Kokosnußschalen basiert,
  • dessen Filterleistung durch 12 Gutachten, Zertifikate und Langzeitstudien bestätigt ist,
  • der Wasser so filtert, dass es zu 99,99% frei von Bakterien, Medikamentenrückständen, Hormonen, Abbauprodukten von Pestiziden u.v.m. ist,
  • der die Mineralien im Wasser belässt,
  • der pro Filterpatrone bis zu 10.000 Liter Trinkwasser filtert,
  • der ab 49,- Euro für 6 Monate zu haben ist (plus der einmaligen Anschaffung des Filtergehäuses ab 200,- Euro).

Filterpatrone Core+
Auch ich habe mich für diesen Filter entschieden und zwar für die Einbauvariante (“Startup Base“) entschieden. Dieser ist zwar knapp 80,- Euro teurer als die Auftischvariante, fügt sich aber optisch besser in meine Küche ein. Inzwischen gibt es das Gehäuse auch aus Edelstahl.

Einbaufilter von The Local Water vor dem Einbau

 15 minütiger Einbau des Wasserfilters an die Kaltwasserzufuhr des Wasserhahns.

Braucht man mit Wasserfilter eine neue Armatur?

Ein Aktivkohlefilter kann ausschließlich kaltes Wasser filtern. Da das Wasser durch die unzähligen Aktivkohleschichten fließt, nimmt der Wasser-Druck stark ab. Gefiltertes Wasser kommt also immer kalt und mit geringem Druck aus dem Wasserhahn. Wen das stört, der kann entweder einen zweiten Wasserhahn installieren, an den er den Filter anschließt. Schicker, aber etwas teurer ist die Lösung durch eine Dreiwege-Armatur. Damit kann man über den Wasserhahn entweder gefiltertes, kaltes Wasser mit niedrigem Wasserdruck entnehmen, oder ungefiltertes, kaltes Wasser mit normalem Druck. Letzteres kann natürlich wie gewohnt mit ungefiltertem, warmen Wasser gemischt werden.

Ich habe mich zunächst dafür entschieden, den normalen Wasserhahn beizubehalten. Nach einem Jahr habe ich eine Dreiwegearmatur nachgerüstet, weil der Wasserdruck des kalten Wassers zum Abspülen einfach etwas mau ist.

Mein Fazit:

Für meine Bedürfnisse erfüllt der Wasserfilter von “The Local Water” alle Kriterien an einen guten Wasserfilter. Das Beste hätte ich fast vergessen: Das Wasser schmeckt sehr lecker – auch meinem Mann und den Kindern.

Gutschein für HPUler

Ich habe für Euch mit The Local Water einen kleinen Benefit ausgehandelt. Ab einem Bestellwert von 150 Euro bekommst du mit dem Gutscheincode HPUandYou 2 schicke 500 ml Glasflaschen im Wert von 20 Euro geschenkt.